Wishful Things by Cocorona


 

I love UPCYCLING

Alte Dinge neu machen.

Sinnlose Dinge sinnvoll machen.

Auf Ressourcenverschwendung verzichten und das nutzen, was eh da ist.

Das ist Upcycling!

 

Mehr Umweltschutz und Klimaschutz sind ganz dringend nötig. Und auch wenn dich das jetzt vielleicht erstaunt: Um die Welt ein bisschen besser zu machen, brauchen wir nicht in Sachen Umweltschutz nicht perfekt werden, denn das hieße, in Sack und Asche gehüllt in einer Höhle zu leben. Was Umweltschutz wirklich ausmacht, sind so viele Menschen wie möglich, die alles so gut machen, wie es eben geht. Lasst uns also in den Diskurs treten, und darüber sprechen, wie man den Alltag umweltschonend gestalten kann.

 

Jeder kann seinen Beitrag dazu

leisten, ohne sein Leben komplett

auf den Kopf stellen zu müssen!

Upcycling ist einer davon!

 

Ich habe schon Upcycling betrieben, da gab es das Wort "Upcycling" noch gar nicht. Jedenfalls wurde es im deutschen Sprachgebrauch nicht genutzt. Damals wie heute war und ist es mir wichtig, Dinge so lange wie irgendwie möglich zu nutzen, um dadurch Ressourcen zu sparen und die Umwelt zu schützen.
Aufgrund des hohen Verbrauchs an Ressourcen bei der Herstellung von Materialien und Produkten, sind Upcycling, Recycling und Reparaturen starke Instrumente für ein umweltbewusstes Leben.

Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der das der normale Umgang mit allem war, was man kaufen musste. Durch das Überschwemmen des Marktes mit billig hergestellten Produkten fiel die Notwendigkeit weg und wurde teilweise auch unmöglich. Kleidung die nach ein paar Wäschen in ihre Einzelteile zerfällt, ist für Reparaturen und Upcycling ungeeignet. Durch die günstigen Preise wuchs aber auch der Wunsch, sich immer mal was Neues zu gönnen. Vieles, das eigentlich noch nutzbar ist, landet auf dem Müll, wo es erneut der Umwelt schadet.

 

Mein Shop zeigt, dass

Upcycling nicht altbacken und öde ist!

 

Deshalb ist Upcycling das Hauptthema in meinem Shop. Fast alles dort ist aus und mit gebrauchten Dingen entstanden. Vorwiegend die Schmuckproduktion ist meine große Leidenschaft. Aber auch viele textile Schönheiten kannst du dort immer wieder finden. Mein Shop ist ein kleiner aber feiner Shop. Ich bin kein Konzern und ich arbeite allein. Aber gerade das macht den Shop so besonders. Er ist Spiegelbild meines Herzblutes.

 

Im Blog plaudere ich!

 

 

Im Blog befasse ich mich mit allerlei unterschiedlichen Dingen. Zum einen schreibe ich gerne über die Imkerei. Es wird in Zukunft Tutorials geben. Für alles, was ich wichtig finde (und ihr hoffentlich auch) gibt es die Kategorie "Plauderstunde". Was noch dazu kommt, wird die Zeit zeigen. Ich bin da gänzlich offen und freue mich auch über Anregungen, Aufreger, Ideen, Fragen und Diskussionen. Hast du gleich was zu sagen? Dann nimm doch Kontakt zu mir auf!

 

 

 

 

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Blog-News

Interview zu Listenhunden - die Wahrheit liegt in der Mitte

In einem Fernsehbericht habe ich ein paar Sachen gehört, die für mich nicht zusammenpassen:

Man geht davon aus, dass etwa 3-4% der Hunde in Deutschland zu den sogenannten Listenhunden gehören. Aber 7% der Beissvorfälle insgesamt und 12% der lebensbedrohlichen Beißvorfälle gingen im vergangenen Jahr auf die Kappe von Kampfhunden.
Aber es wurde auch gesagt, dass kein Hund "böse" zur Welt kommt. Sogenannte Listenhunde hätten lediglich häufiger eine geringe Neigung zur Drohung (sie sagen also nicht, dass sie die Schnauze voll haben) und eine geringere Reizschwelle. Und die meisten sind halt sehr muskulös und haben darum eine sehr hohe Beißkraft.
Puh... Ich habe die Zahlen jetzt kurz überprüft und auch wenn es unterschiedliche Zahlen gibt, sind die Zahlen doch in etwa in dem genannten Bereich.
Ich habe mich beim Thema Listenhunde bis dato immer eher rausgehalten. Ich treffe nie einen und habe keine gesicherten Informationen über deren Gefährlichkeit.
Aber bei den Zahlen muss ich mich doch sehr wundern. Eine geringe Reizschwelle und die fehlende Neigung zu Drohung ist für mich gleichbedeutend mit gefährlich. Und dass diese Hunde eine hohe Beißkraft haben, macht die Sache ja eher nicht ungefährlicher.
Oder täusche ich mich da? Das ist ja sonst, wie wenn ich sage: Der Kerl ist nicht brutal und gewalttätig. Er verprügelt seine Frau nur, weil er eine geringe Reizschwelle hat und vor dem Verprügeln nicht streitet. Außerdem ist er ein Muskelprotz und hat halt deshalb leider eine größere Schlagkraft.
Weil auch eine Anfrage auf Facebook nur zu Pauschalaussagen geführt hat, habe ich mich auf die Suche gemacht und einen Profi in Sachen "Listenhunde" gefunden. Er war bereit mit mir zu sprechen. Dieses Gespräch kam dabei heraus:

 

Hartmut (Name geändert, da es sich nicht um ein offizielles, sondern um ein privates Interview handelt):  Eine Anmerkung am Anfang:  Du wirst durch die Veröffentlichung dieses Interviews auf viele kläffende Köter treffen (lacht).  Glaub mir. Du machst dir mit der Behauptung, dass Listenhunde potentiell gefährlicher sind, keine Freunde. Da gibt es zu viele Realitätsverweigerer. Da ist die Fraktion „keine Rasse ist gefährlicher als die andere“. Das ist so eine Art unendliche Tierliebe, die für viele erst beim Schnitzel aufhört. Andere sind eh der Meinung, dass alle Hunde böse sind. Dabei ist kein einziger Hund böse. Die Schreier des Satzes, "der Mensch ist immer schuld", liegen schon auf der Lauer. Leider muss man sagen, haben Profis sehr dazu beigetragen, dass diese pauschale Aussage in aller Munde ist. Ich hoffe, ich kann hier ein wenig Licht ins Dunkel bringen, für diejenigen, die es wirklich wissen wollen, Ich werde mit Fakten aufwarten, die so auch von Verhaltensforschern und themenoffenen Hundeausbildern so besprochen werden.
Nach diesem Interview lade ich dich zu uns nach Italien ein. Zu einem sehenswerten Event über Hunde und deren potentielle Gefährlichkeit. Das sag ich dir aber, wenn das Band nicht mehr läuft.

 

 

Cc: Okay, mit Widerspruch kann ich leben.  Würdest du mir bitte erzählen, inwiefern du Wissen über Listenhunde hast?

 

Hartmut: Ich bin zertifizierter Hundetrainer mit ständigen Fortbildungen und habe mich bereits kurz nach der Ausbildung auf das Training von sogenannten Aggressionshunden spezialisiert. Das waren schon sehr häufig Hunde, die inzwischen Listenhunde sind. Da gab´s noch keine Rasselisten. Die kam erst Jahrzehnte später. Ich habe Wesenstests durchgeführt, Halter nach Eignung abgeklopft, Hundeführerscheine erteilt oder auch nicht. Viele Jahre habe ich Vorträge zum Thema Listenhund vor Beamten und auch in Schulen, Hundeschulen, bei Hundeausbildern und so gehalten. Ich habe in meinem Leben mit unzähligen Züchtern gesprochen. Ich war für Beratung und Problemlösung zuständig. Ich habe 16 Jahre lang Diensthunde ausgebildet. Mein Vater hat fast 40 Jahre lang Deutsche Schäferhunde gezüchtet. Ich selbst halte drei Schäferhunde, allerdings keinen Deutschen.

 

Cc: Du sprichst in der Vergangenheitsform…

 

Hartmut: Ich habe Deutschland der Liebe wegen den Rücken gekehrt und lebe in Italien, in der Heimat meiner Eltern. Nach Deutschland oder Österreich kam ich trotzdem, um Vorträge zu halten. Durch Corona wurde das dann eingeschränkt. Inzwischen bin ich 65 und arbeite nur noch ab und zu. Gerade im Moment bin ich in Deutschland.

 

 

Cc: Okay. Dann frage ich gleich mal geradeaus: Sind Listenhunde gefährlich?

 

Hartmut: Definiere „gefährlich“.

 

 

Cc: Naja, sie sind unberechenbar und beißen häufig.

 

Hartmut: Nein, jedenfalls nicht auf den einzelnen Hund bezogen. Wir reden von Vorfällen im Promillebereich. Da ist ganz selten was…

 

 

Cc: Wenn ein Listenhund beißt, ist also genauso nur der Halter schuld, wie bei einem Beißvorfall durch einen anderen Hund, der nicht auf der Liste steht.

 

Hartmut: Wer behauptet, dass immer der Halter die Schuld trägt, wenn es zu einem Beißvorfall kommt, behauptet auch, dass immer die Mutter schuld ist, wenn ein Mensch auf die schiefe Bahn gerät. Es gibt zu viele Faktoren, die Aggressivität beim Hund begünstigen, als dass der Satz eine Berechtigung hätte. Nein, also wirklich… das ist wahnsinnig abgedroschen. Ich kann das nicht mehr hören. Jedem Hund werden durch die Zucht bestimmte Merkmale mitgegeben. Jagdtrieb z.B., oder Apportierfreude. Aber natürlich auch eine regelrechte Kampflust, erhöhte Wachsamkeit und eine flache Reizschwelle. Und dann denken wir, dass wir diese angezüchteten Eigenschaften immer zu 100% im Griff haben könnten oder nur die Anteile an erwünschtem Verhalten fördern brauchen und schon ist alles gut. Also, noch schlimmer. Es ist doch Blödsinn so zu tun, als seien alle Hunde gleich. Hundehalter können auch durch die beste Erziehung des Hundes nicht alle Instinkte und Triebe des Hundes im Griff zu halten. Wäre das so, wäre jede Zucht sinnloser Pingelpangel. Nein. Die Genetik wird sich an der entsprechenden Stelle bemerkbar machen. Bei allen Hunden. Aber nicht immer ist das unerwünscht. Bei Angriffen meist schon.

 

 

Cc: Wie kommt es also zu Beißvorfällen, was sind die Faktoren?

 

Hartmut: Allgemein gesehen und nicht nur auf Listenhunde bezogen: Jeder Hund ist ein Raubtier. Da geht es schon los. Dann kommt die Genetik dazu, die wir in der Rassezucht dazu nutzen, bestimmte Eigenschaften beim Hund zu fördern. Wir wollen ja, dass Schutz- Wach- oder Kampfhunde ein höheres Potential haben, eine Angriffslust an den Tag zu legen. Dann gibt es viel mehr Faktoren, die Einfluss nehmen. Während der Trächtigkeit der Hündin kann es durch deren Ernährung und Haltung, beängstigende Vorfälle oder andere Einflüsse auch zu einer Beeinflussung der Welpen kommen. Die Welpenstube, Sozialisierung, Einflüsse durch andere Menschen oder bei Hundebegegnungen beeinflussen den Hund.  Meine Lebensgefährtin hatte im März vorletzten Jahres einen Unfall. Ihre trächtige Hündin saß im Heck des Wagens, während ein Transporter auffuhr. Die fünf Welpen von damals legen eine deutliche Ängstlichkeit und Schreckhaftigkeit an den Tag. Sie haben also auch ein höheres Potential, Angstbeißer zu werden. Natürlich ist Ängstlichkeit oder Unsicherheit durch Training zu beeinflussen. Aber wir können nicht in den Kopf eines Hundes sehen. Wir sehen, wenn sich beim Training sein Zustand bessert und er weniger ängstlich ist. Ob es irgendwelche Trigger gibt, die den Hund irgendwann dann doch veranlassen, aus Angst zu beißen, wissen wir erst, wenn es soweit ist. Anders gesagt: Selbst wenn der Halter alles tut, um die Ängstlichkeit zum Positiven zu beeinflussen, wird ein Restrisiko bleiben. Welche Schuld hat dann der Halter? Wenn ein sehr territorialer Hund im Eifer des Gefechts der Nase eines anderen Hundes ein drittes Nasenloch verpasst, hat der Mensch am anderen Ende der Leine nun welche Schuld? Weil aus dem Spiel plötzlich eine ernste Rangelei wurde? Hätte er den Hund nur besser dauerhaft an der Leine gehalten, wenn er doch weiß, dass er einen Hund mit großem territorialen Anspruch hat? Ja nun, wenn der Hund aber nie territoriales Verhalten gezeigt hat und sich das jetzt, in der Pubertät, zum ersten Mal gezeigt hat? Die Behauptung, dass immer der Mensch die Schuld trägt, wird der Tatsache nicht gerecht, dass wir Hunde mit sehr unterschiedlichen Merkmalen züchten, deren Eigenschaften wir nicht immer komplett unterdrücken können. Und dass sich Hunde verändern können. Auch das kann verschiedene Gründe haben. Einer davon ist das Altern.

 

Cc: Aber auch von Hundeausbildern wird immer wieder gesagt, dass der Mensch am anderen Ende der Leine so gut wie immer die Schuld für Auffälligkeiten beim Hund trägt. Warum sagen die das, wenn es nicht stimmt?

 

Hartmut: Ich weiß es nicht, frag die Ausbilder. Ein Hundetrainer wird im Laufe seiner Arbeit mit sehr vielen unterschiedlichen Hunden zu tun haben. So weiß er eigentlich, dass man nicht von jedem Hund das Gleiche erwarten kann, weil eben nicht jeder Hund gleich ist. So wie es bei einigen Rassen sinnlos ist, gewisse Eigenschaften fördern zu wollen, ist es abermals sinnlos, gewisse Eigenschaften auslöschen zu wollen. Unterdrücken kann man vieles. Aber wenn das trotz guter Sozialisierung und angemessener Erziehung nicht gelingt, liegt es an der Genetik und nicht am Halter.  Wesentliche Merkmale einer Zucht gehen nicht einfach weg. Vorhin habe ich dir erzählt, dass ich gerade heute bei einer Ausbildung für Hundeausbilder und -trainer in Deutschland war, wo wir natürlich auch über das Thema gesprochen haben. Dort hat mir ein junger Mann erzählt, dass er einen Listenhund hält und was ihm in der Hundeschule passiert ist: Während des Unterrichtes hat der zertifizierte Ausbilder mehrfach inbrünstig die Behauptung aufgestellt, dass kein Hund gefährlicher sei als der andere. Nach dem Unterricht hat er den jungen Mann aber zur Seite genommen und ihm Ratschläge gegeben, worauf er achten muss, denn er habe einen Hund mit starken Schutz- und Wachtrieb, was zu Problemen führen kann. Also ist jeder Hund gleich ungefährlich? Oder gibt es Hunde, bei denen man auf bestimmte Sachen ein besonderes Augenmerk legen muss, weil eben nicht jeder Hund gleich ungefährlich ist?
Soll das ein Witz sein? Wenn ich Ratschläge zum Schutz von Zaunnachbarn und möglichen Gästen geben muss, dann scheint da ja wohl ein Gefahrenpotential zu sein, das ich mit diesen Ratschlägen einschränken will.
Die Behauptung, es sei immer der Mensch schuld, wenn ein Hund auffällig wird, ignoriert komplett die genetische Veranlagungen und alle anderen Faktoren. Wir können nicht alle Hunde in die gleiche Form pressen. Sportliche Menschen kaufen sich einen sportlichen Hund. Einige nehmen dann lieber was Kleines und Ruhiges. Wir kaufen Hunde, die vom Wesen her stabil sind, weil wir einen Familienhund wollen. Schön und gut. Und dann kaufen wir einen Kampfhund und wollen aber nicht, dass er sich seinem Wesen entsprechend verhält. Wir erwarten, dass es die Erziehung schon irgendwie hinbiegen wird. Wird sie sicher in den allermeisten Fällen. Aber wenn wir einen Hund haben, der Wachsamkeit in den Genen hat, dann sollten wir nicht davon ausgehen, dass wir diese Eigenschaft durch gute Erziehung immer und jederzeit unterdrücken können. Wir wissen überhaupt nicht, wann der Hund das Gefühl hat, beschützend eingreifen zu müssen. Ja, also... Sagen wir so: Der Mensch ist einer der Faktoren, die unerwünschtes Hundeverhalten fördern kann. Aber eben nur einer von vielen. Und wenn mir heute ein Hundeausbilder erzählt, dass fast immer der Mensch daran schuld ist, wenn ein Hund unerwünschtes Verhalten zeigt, dann muss er mir schon ein paar Fragen beantworten. Die erste ist: Wie vernichte ich angezüchtete Aggression und Wachsamkeit? Ein Hund besteht nicht aus Knetmasse und ich forme ihn mir so, wie ich es gerne hätte, damit all sein Verhalten wünschenswert ist. Der Mensch ist schuld. Ja, er ist schuld. Aber nicht, weil er den Hund nicht richtig nach seiner Façon verbiegt. Sondern auch, weil er Hunde züchtet und kauft, deren natürliches Verhalten dann als unerwünscht gesehen wird. Wir sollten beim Kauf eines Hundes viel mehr auf dessen Genetik achten. Ein Labrador, der ein Apportierhund ist, darf sein Wesen jederzeit ausleben, weil es niemandem weh tut, wenn er einen Futterbeutel apportiert. Aber ein Wachhund muss irgendwie zurecht gebogen werden, weil wir es nicht so prickelnd finden, dass er den nächstbesten Gast für eine Bedrohung hält und ihn darum zerlegt.

 

Cc: Oh, das kling aufgebracht. Denn offenbar spielt die Genetik ja eine sehr wichtige Rolle.  Wenn wir also von der Genetik sprechen: Wie wichtig ist die denn und wie stark beeinflusst sie das Verhalten eines Hundes?

 

Hartmut: Es gab vor wenigen Jahren eine Studie einer Tierärztlichen Hochschule, die Hunde auf Aggressionspotential überprüft haben. Da sind gut sozialisierte und erzogene Hunde auf Aggressionbereitschaft getestet worden. Klares Ergebnis… Es waren verschiedene Listenhunde. 5 von 100 Hunden der Rasseliste haben bei den Tests ein deutlich aggressives Verhalten gezeigt. Aber nur einer von hundert Golden Retriever hat dieses Verhalten gezeigt. Das heißt, fünf Mal mehr Listenhunde als Retriever waren durch die im Test angewendeten Mittel reizbar. Das ist die Genetik.
Der Test sagt aber überhaupt nicht aus, dass diese fünf reizbaren Hunde zu einer Bedrohung werden. Dieses reizbare Verhalten muss im Alltag nicht durchbrechen. Aber es kann durchbrechen. Jeder Hund trägt sehr viel Merkmale in sich, die durch verschiedene Faktoren noch geformt werden. Aber es gibt eben Rassen, die sind genetisch stärker mit Aggression ausgestattet. Diese Aggression oder... Ich will es anders sagen: die Bereitschaft, mutig in den Kampf gegen wirkliche oder auch nur vermeintliche Gefahren voranzuschreiten, kann man fördern oder unterdrücken. Aber die kann man nicht entfernen. Ein solches Verhalten ist im Alltag unerwünscht. Aber es ist ein Zuchtergebnis. Das ist so gewollt. Soweit das also... Das Testergebnis ist nicht überraschend für mich. Weil klar: Die Hunde, die als Wach-, Schutz- oder Kampfhunde gezüchtet wurden, sollen natürlich schneller zuschlagen, als ein Hund, der gezüchtet wurde, um geschossene Vögel zu apportieren. Hey klar, Zucht funktioniert. Und die Zahlen der unerwünschten Vorfälle zeigt das auch: Listenhunde geraten ungefähr fünf Mal häufiger in Beißvorfälle, als andere Hunde. Wir können keine angriffslustigen Hunde züchten und dann meinen, dass gute Erziehung alle Angriffe verhindert. Das Verändern des Zuchtzieles würde das verhindern. Es nervt mich. Käme wer auf die Idee, einen Husky so zu erziehen, dass er nicht mehr so viel laufen will? Eh nicht!

 

 

Cc: Gestern habe ich bei meiner Recherche immer und immer wieder gelesen, dass Listenhunde überhaupt nicht gefährlicher sind, als irgendeine andere Rasse. In Kommentaren in einer Hundegruppe auf Facebook wurden dabei auch immer wieder Vergleiche mit anderen Hunden gezogen. So nach dem Motto: Ich kenne da einen Listenhund, der sehr nett ist. Und ich kenne einen Labrador, der sehr aggressiv ist. Worauf auch immer wieder aufmerksam gemacht wird: Der Deutsche Schäferhund führt die Beißstatistiken aller Bundesländer an, während Rassen die auf der Liste stehen, unter ferner liefen in den Statistik-Listen auftauchen.

 

Hartmut: (lacht laut) Phrasen, Phrasen, Phrasen… Abgedroschene Sätze, die ich nicht mehr hören kann. Zunächst mal gibt es keine Statistiken aus allen Bundesländern. Weder über Beißvorfälle noch über Listenhunde. In Deutschland kocht jedes Bundesland sein eigenes Süppchen, was Listen oder Maßnahmen angeht. Der Deutsche Schäferhund, weiß man, ist einer der beliebtesten und am häufigsten gehaltenen Rassen in Deutschland. Zahlen von stark reglementierten Rassen mit den Zahlen der am häufigsten gehaltene Rassen zu vergleichen... Man kann sich lächerlich machen.  Pass auf, ich sag dir, dass blaue Männchen viel gefährlicher für Hasen sind, als grüne Männchen. Denn 500 grüne Männchen erschießen nur 30 Hasen. 5000 blaue Männchen erschießen aber 60 Hasen. Merkst du? Natürlich sind die blauen Männchen nämlich keinesfalls gefährlicher für Hasen. Die blauen Männchen haben prozentual nämlich weniger Hasen erschossen, als die grünen. Und so ist es mit Schäferhunden und Listenhunden auch. Der Schäferhund ist in absoluten Zahlen Spitzenreiter bei den Beißvorfällen, prozentual aber in deutlich weniger Beißvorfällen verwickelt, als Listenhunde. Und weil es einen durch den Halter verdorbenen Labrador gibt, bedeutet das nicht, dass alle Aggressionsvorfälle nur am Halter liegen. Ein netter Listenhund ist kein Beweis dafür, dass die Aggression bei anderen Listenhunden nur durch falsche Haltung durchbricht. Ich sag´s immer wieder, denn es bringt jeder Hund viele Anlagen mit. Auch die Polizei unterscheidet zwischen Hunden mit Aggressionen und Hunden die schlecht erzogen sind. Das war Bestandteil unserer Ausbildung.
Verschiedene Rassen wurden schon in Kriegszeiten eingesetzt. Das dort erforderliche aggressive Verhalten musste in der Genetik verankert sein. Natürlich kann man jeden Hund scharf machen. Aber versuch das mal mit einem Pitbull und gleichzeitig mit einem Neufundländer. Bei welchem Hund wirst du wohl schneller erfolgreich sein? Die Auswahl bei der Zucht, die einen mutigen, angriffslustigen Hund hervorbringt, hat den Hund nicht zu einer Kampfmaschine gemacht. Aber sie hat dem Hund das nötige Potential mitgegeben, zu einer Kampfmaschine zu werden. Diese Genetik wegzuleugnen, ist eine Verniedlichung von ausgesprochen gefährlichen Tatsachen. Das ist Teil des Problems. Wenn du 2000 verantwortungsbewusste Hundehalter hast und du gibst der Hälfte einen Staffordshire Bullterrier und den anderen 1000 einen Labrador, dann wirst du unter der zweiten Gruppe deutlich weniger oft zu unerwünschten Verhaltensweisen kommen, weil der Labrador viel, viel weniger genetisches Potential für gefährliches Verhalten mitbringt.

 

 

Cc: Ja, das klingt einleuchtend. Es gibt dann aber auch Hunde unter den Labradoren, Neufundländern und anderen eher ungefährliche Rassen mit Hunden, die unerwünschtes Verhalten zeigen.

 

Hartmut: Manchmal ist der Mensch eben doch schuld. Aber auch bei diesen Fällen muss man sich ansehen, wo das Problem sitzt. Ich habe nie behauptet, dass der Mensch immer unschuldig ist. Das wäre genauso falsch, wie umgedreht. Und auch haben Faktoren  wie Sozialisierung, Hundekontakte, Umfeld usw. für alle Hunde nicht nur positive Einflüsse, sondern auch negative.

 

 

Cc: Gibt es Zahlen darüber, wie oft z.B. Bisse durch die Rassen Deutscher Schäferhund und die Rassen auf der Liste passieren?

 

Hartmut: Nur aus den Bundesländern, die die Zahlen erfassen. Wir nehmen die Listenhunde für diese Aufrechnung nicht einzeln, sondern in ihrer Gesamtheit. Deshalb wissen wir durch aktuelle Zahlen, dass etwa 0,1% der Deutschen Schäferhunde in Beißvorfälle verwickelt werden, aber knapp 0,5% der erfassten Hunde, auf der Rasseliste der gefährlichen Hunde. Das mag auf den ersten Blick nicht so viel sein. Wir liegen im Promillebereich. Trotzdem beißen prozentual gesehen viel weniger Deutsche Schäferhunde als Listenhunde.

 

 

Cc: Kannst du also mal die Gefährlichkeit von Listenhunden zusammenfassen?

 

Hartmut: (lacht) Listenhunde sind einfach nur nette Hunde. (lacht wieder). Fast immer. Es gibt nicht viele Beißvorfälle pro Rasse. Trotzdem muss man sich bewusst machen, dass es durch Listenhunde fünfmal häufiger zu Beißvorfällen gegen Menschen und Tiere kommt, als durch andere Hunde. Und ein Beißvorfall durch einen Listenhund geht häufiger komplett schief. Echt komplett. Da hab ich Sachen gesehen... Mindestens die Hälfte der Beißvorfälle In Deutschland, die bei Menschen oder Tieren zu lebensbedrohlichen Zuständen, schweren Operationen bis hin zu Amputationen und auch zu Todesfällen führen, gehen von Listenhunden aus. Angesichts der niedrigen Bestandszahl von Listenhunden ist das echt viel. Beißvorfall heißt aber nicht, dass es immer ganz krass ausgeht. Also: Listenhunde sind nicht Kampfmaschinen. Aber sie verursachen häufiger Verletzungen und sie verursachen häufiger sehr schwere Verletzungen als andere Hunde. Trotzdem, echt: Diei überwiegende Mehrheit aller Listenhunde führen ihr ganzes Leben ein unauffälliges Dasein.

 

 

Cc: An dem Punkt kommen dann wieder die Leute, die sagen, dass Listenhunde halt viel öfter von unsicheren Menschen gehalten werden und dass darum mehr Listenhunde als andere Hunde beißen.

 

Hartmut: (lacht laut) Du meinst, der Macho mit dem kleinen Schnibbl, der für das Ego eine fette Karre und einen Kampfhund braucht? Hm… Das sind so Klischees, die so für Deutschland jedenfalls falsch sind. Ich sag dir auch warum: In Deutschland, jetzt mal pauschal, obwohl jedes Bundesland andere Regeln hat. Aber jeder hier kann sich einen Schäferhund holen. Niemand fragt. Aber wer sich einen Listenhund holen will, muss sehr viele Auflagen erfüllen und sich abklopfen lassen. Unter Umständen muss er einen Sachkundenachweis erbringen, was ja nichts anderes ist als ein Hundeführerschein. Hunde werden Wesenstests unterzogen. Es gibt die Verpflichtung, Negativzeugnisse einzuholen. Es werden also sehr viel mehr, ich sag mal, unfähige Menschen einen Schäferhund besitzen, als einen Listenhund. Das Argument kannst du abhaken. Die äußerliche Beurteilung von Hundehaltern ist ja freilich von Haus aus ein Witz. Wer sagt eigentlich, dass der Macho mit der fetten Karre unfähiger ist, einen Hund zu erziehen, als jemand der bieder ist und Rad fährt?

 

 

Cc: Gute Frage… Niemand! Okay.  Listenhunde beißen also häufiger als andere Hunde. Ist dann bei Nicht-Listenhunde immer der Halter schuld, wenn es zu einem Beißvorfall kommt?

 

Hartmut: Man kann Aggressionen anerziehen oder sie durch falsche oder mangelnde Erziehung provozieren. Die angezüchtete Aggression ist aber nachhaltiger. Da sind wir wieder beim Thema. Was erwarten wir denn? Dass wir Hunde züchten, die aggressiv sind, einen starken Jagdtrieb haben und die sich dann aber wie ein Lamm benehmen, bis wir mit dem Finger schnippen und die genetische Aggression abrufen? So funktioniert das nicht!

 

Cc: Hunde beißen aber nicht nur, weil sie Aggressivität in den Gene haben

 

Hartmut:  Der männliche, unkastrierte Wachhund im Alter von sechs bis acht  Jahren beißt statistisch gesehen am häufigsten. (lacht). Ehrlich... Hochgerechnet stimmt das. Mei, da gibt es viele Ursachen, da muss man immer den Einzelfall betrachten. Ein paar Fakten gibt es schon. Hunde beißen z.B. wenn sie eine Situation als bedrohlich empfinden. Wach- und Schutzhunde empfinden eine Situation schneller als bedrohlich, als die meisten anderen Rassen. Nervöse und ängstliche Hunde beißen häufiger als gefestigte. Manche Hunde haben ein schlechtes Nervenkostüm. Da sind Tiere nicht anders als Menschen. Nicht kastrierte Rüden beißen häufiger als kastrierte Rüden. Und Rüden insgesamt beißen häufiger als Hündinnen. Alte Hunde beißen häufiger als jüngere. Territoriale Hunde beißen häufiger als solche, die das Territorium nicht so eng sehen. Dominante Hunde beißen häufiger als unterwürfige. Wachhunde beißen häufiger als Apportierhunde. Hunde werden aggressiv, wenn sie Angst haben oder auch Schmerzen. Oft wenn ein Hund, der bislang unauffällig war, plötzlich Aggressionen zeigt, steckt eine Krankheit dahinter. Oder ein Trigger. In letzter Zeit mehren sich Beißvorfälle durch Hunde, die aus dem Ausland zu euch geholt wurden – ich red hier also von Deutschland. Einige dieser Hunde haben eine starke Neigung zu Aggressionen, wobei die Ursachen vielfältig sein dürften, jedoch selten Kenntnis darüber besteht. Es gibt aber gerade aus dieser Gruppe Beißvorfälle scheinbar aus dem Nichts von ansonsten friedfertigen Hunden. Aber natürlich gab es einen Grund, einen sogenannten Trigger. Irgendwas, ein Geruch, ein Geräusch, eine Bewegung hat dem Hund das Gefühl vermittelt, er müsse sich verteidigen. Du hast selbst gesagt, dass dein Hund von so einem Hund gebissen wurde – während er dem anderen Hund den Rücken zukehrte und vor dir saß. Das war überraschend, für den Hund aber nicht grundlos. Noch ein Problem: Viele Menschen mit fehlenden Kenntnissen haben sich während der Pandemie einen Hund geholt. Das sieht man jetzt an einem absoluten Hoch an unerwünschten Verhalten bei Hunden. Zu der Zeit gab es ja auch teilweise keine Hundeschule. Da ist natürlich der Mensch schuld. Logisch ist auch: schlecht erzogene Hunde beißen häufiger als gut erzogene. Schlecht sozialisierte Hunde beißen häufiger, als Hunde, die viel Kontakt zu anderen Hunden hatten, um Sozialverhalten zu erlernen.

 

 

Cc: Das sind jetzt viele Faktoren. Wie hoch ist der Einfluss der Genetik auf unerwünschtes Verhalten?

 

Hartmut: Territoriales Verhalten, Dominanz, Wachhunde, Schutzhunde... das ist alles Genetik. Auf Aggressionspotential hat die Genetik einen großen Einfluss. Auf Potential wohlgemerkt. Die letzte große Studie aus Deutschland die ich kenne, hat gezeigt, dass für ein hohes Aggressionspotential die Genetik sehr hoch verantwortlich ist. Aggression ist hier nicht als Alleinstellungsmerkmal gemeint. Aggression ist auch das Ergebnis von etwas. Von Schutz- und Jagdtrieb z.B. Das Potential ist formbar. Man kann es ablenken, unterdrücken oder auch fördern. Man kann es aber nicht auslöschen.  Bei unerwünschtem Verhalten muss man doch sehr unterscheiden, von wem das Verhalten unerwünscht ist. Wenn sich wer einen Jagdhund holt und dann den Jagdtrieb als unerwünscht empfindet, liegt das nicht am Hund, sondern daran, dass der Halter irgendwo falsch abgebogen ist. Wenn man so will, ist auch hier der Mensch schuld. Aber nicht durch falsche Erziehung, eher durch falsche Vorstellungen.

 

 

Cc: Deshalb gibt es bei den Hunden auf der Liste mehr Beißvorfälle? Weil unter diesen Rassen so viele Hunde mit genetisch gewolltem Aggressionspotential sind.

 

Hartmut: Vereinfacht kann man das so sagen. Das Aggressionspotential ist auf jeden Fall höher. Es sind Schutzhunde, Wachhunde und Kampfhunde, die es auf die Liste geschafft haben. Das ist kein Zufall. Der Mensch wollte ja durch die Zucht erreichen, dass diese Hunde mutig, angriffslustig und wachsam sind. Das hat er geschafft. Angriffslust funktioniert nicht ohne Aggressionspotential. Auf deinem Facebook Beitrag hat jemand als Kommentar geschrieben, dass ein Pitbull in guten Händen nicht aggressiver sei, als ein Pudel. Solche Aussagen sind gefährlicher Pitbull-Shit, wenn ich das mal so sagen kann. Natürlich, natürlich: Der Pitbull ist mit unglaublich guten Charaktermerkmalen ausgestattet. Aber züchterisch gewollt ist eben vor allen Dingen Kampflust und Beißkraft. Schon einige Pitbullwelpen verbeißen sich in ihren Spielsachen und lassen nicht mehr los und zerlegen sie mit brachialer Gewalt. Das hat denen niemand beigebracht. Das haben die im Blut. Und das kann man durch die beste Erziehung zwar formen, aber nicht löschen. Man kann sich doch nicht aussuchen, dass nur die guten Eigenschaften übrigbleiben, wenn man den Hund nur gut genug erzieht. Die Kampflust kann man auch durch beste und konsequente Erziehung nicht einfach wegradieren. Das zeigt auch die hohe Quote an Beißvorfällen durch Pitbulls. Unter den tödlich verlaufenden Hundeattacken ist der Pitbull weltweit einer der am häufigsten genannten Rassen. Schätzungen gehen von mehr als 60% aus. Also haben Pitbulls nur Arschlöcher als Besitzer? Blödsinn! Lange Zeit waren Pittbulls in Hundekämpfen die Spitzenhunde. Die wurden hochgezüchtet bis zur Pest. Und jetzt sollen das einfach Durchschnittshunde sein, weil man das riesige Aggressionspotential durch Erziehung auslöschen kann?  Durch gute Hände? Wer sowas sagt, hat sich noch nie ernsthaft mit dem Thema auseinandergesetzt und gehört für mich einfach zur Fraktion derer, die Phrasen nachplappern.

 

 

Cc: Also schlummert in jedem Listenhund eine Gefahr?

 

Hartmut: Gott behüte! Auch das ist falsch. Natürlich, klar.  Wir haben viel Einfluss darauf, dass aus einem Listenhund keine reißende Bestie wird. Einfluss bedeutet aber nicht Allmacht. Wie ich vorhin schon gesagt habe: Nur bei 0,5% der Listenhunde kommt es zu Beißvorfällen. Das ist verdammt wenig. Aber natürlich immer noch zuviel. Kein Mensch sollte in Gefahr durch einen Hund kommen. Egal durch welchen.

 

 

Cc:  Warum gibt es dann überhaupt die Rasseliste?

 

Hartmut: Weil 0,5% deutlich höher ist, als der Durchschnitt anderer Rassen. Listenhunde sind häufiger als andere Hunde in Beißvorfälle verwickelt, trotz der hohen Auflagen bei der Haltung. Zudem: Ein überdurchschnittlich hoher Prozentsatz der tödlichen und lebensbedrohlichen Angriffe geht auf Listenhunde zurück. Listenhund beißen nicht nur häufiger, sie sind bei ihren Angriffen potentiell aggressiver. Kampfhunde wie der Pitbull beißen sich fest, sie lassen nicht mehr los. Bei Beißvorfällen wurde immer wieder festgestellt, dass die von Listenhunden hinterlassenen Wunden im Schnitt deutlich schlimmer waren, als die Bisse anderer Hunde. Das liegt nicht nur an der Beißkraft. Als ehemaliger Besitzerin einer Neufundländerhündin weißt du, dass die Rasse eine unfassbare Beißkraft hat. Aber Bisse kommen bei dieser Rasse extrem selten vor. Wieder so ein Punkt – haben alle Neufundländer also besonders gut erziehende Besitzer? Aber das nur am Rande. Was ich sagen will: Selbst wenn ein Neufundländer beißt, halten sich Verletzungen mehr oder weniger in Grenzen. Herausgerissene Muskeln oder halb abgetrennte Arme sind in der Regel Hinterlassenschaften von Kampfhunden. Deshalb ist es wichtig auf eine seriöse Art darüber zu reden, und nicht so zu tun, als ob alle Hunde gleich wären.  Sind sie nicht.

 

 

Cc: Und das Verhalten ist allein auf die Zucht zurückzuführen?

 

Harmut: Du willst, dass ich sage, der Halter ist schuld. (lacht) Klar ist er das. Manchmal. Oder er trägt einen Teil der Verantwortung.
Pass auf: wir haben also Hunde mit ungewöhnlich hohem Potential an Schutzverhalten, Jagdtrieb, Kampfbereitschaft. Wir Menschen haben diese Hunde durch Zucht mit diesen Eigenschaften ausgestattet. Du bist jetzt Teil einer Geschichte, die genau so abgelaufen ist. Du bist Besitzerin eines Listenhundes. Ein riesiges, muskulöses Tier. Aber echt brav. Denn du erziehst ihn gut und du bist dabei sehr konsequent. Du übst das Abrufen deines Hundes bis zum Erbrechen, bis du echt nicht mehr kannst und der Hund immer ständig sofort da ist, wenn du auch nur darüber nachdenkst, ihn abzurufen. Alles läuft echt super. Aber dann, bei einem Spaziergang kommen mehrere Personen auf euch zu. Grad als sie kurz vor euch sind, stolpert jemand aus der Gruppe in deine Richtung.  Dein Hund stürmt auf die gestürzte Person zu und ist nicht abrufbar. Er fällt den am Boden liegenden Mann an. Wer ist schuld? Du, obwohl du alles getan hast, um den Hund gut zu erziehen? Oder doch gar der Mann, der sich schwungvoll vor dich auf den Boden gelegt hat?

 

Hier haben wir zwei Probleme: Wir wissen nicht, was ein hochgradig wachsamer Hund als Angriff wertet. In diesem, so tatsächlich geschehenen Vorfall, dachte der Hund möglicherweise, der stürzende Mann sei eine Gefahr. Und zweitens: Der Hund ist nicht abrufbar, weil du ihn in allen nur ausdenkbaren Situationen im Training abrufen konntest. Zu üben, dass er auch dann abrufbar ist, wenn er instinktgetrieben dich beschützen will, ist kaum möglich. Bist du also schuld, dass es zu diesem Angriff kam? Der Hund in dieser Situation war mit seiner Halterin bei einem zertifizierten Ausbilder in der Ausbildung. Die Frau hatte einen Sachkundenachweis, der Hund hat einen Wesenstest im Alter von 18 Monaten ohne Auffälligkeit bestanden. Als es zu dem Angriff kam, war der Hund etwas über zwei Jahre alt. Im Vorfeld hat er zwar ab und zu Zeichen von Aggressionen gezeigt, wie Nase rümpfen, Nackenhaare aufstellen usw.. Nichts was andere Hunde nicht auch mal machen.  Aber er war nie zu einem Angriff bereit und konnte immer ohne Probleme an Menschen oder Tieren vorbeigeführt werden. Der Hund war zum Zeitpunkt des Angriffs an der Leine, konnte aber wegen des plötzlichen Losrennens nicht gehalten werden. Es kam nicht zu Bissen, aber nur, weil der Hund einen Beißkorb trug. Er hat den am Boden liegenden Mann mit unerwarteter Aggression zu beißen versucht.

 

Cc: Okay und was lernen wir aus solchen Geschichten?

 

Hartmut: Dass der Mensch Zuchtmerkmale nicht wegerziehen kann. Wäre da niemand gestolpert, hätte es vielleicht nie so einen Vorfall gegeben. Aber wir wissen nicht, wann jemand stolpert. Oder üerhaupt wissen wir nie, wann der Hund eine Situation als so bedrohlich empfindet... dass er halt dann die vermeintliche Gefahr anfallen wird. Hol dir einen Schutzhund, wenn du etwas zu beschützen hast. Hol dir einen Jagdhund, wenn du auf die Jagd gehen willst. Hol dir einen Couchhund, wenn du kuscheln willst. Du setzt dich und dein Umfeld nicht einer grausamen, ständig lauernden Gefahr aus, wenn du einen Listenhund hältst. Die meisten Listenhunde werden nie auffällig. Aber Listenhunde werden prozentual häufiger auffällg als alle anderen Hunde. Du kannst also dein Bestes geben und die Chance ist extrem gut, dass du einfach einen treuen Begleiter haben wirst. Sie ist fünfmal so hoch wie bei anderen Hunden, dass was schief geht.

 

 

Cc: Also, wenn ich einen Listenhund halten will, worauf muss ich achten?

 

Hartmut: Auf gute Erziehung. Gut heißt, du musst konsequent bleiben. Immer! Sozialisierung ist sehr wichtig. Auslastung des Hundes. Umleitung von Trieben, wie z.B. dem Jagdtrieb. Zudem werden in vielen Bundesländern Wesenstests durchgeführt, bei denen der Gehorsam und auch die Reizbarkeit und Nervenstärke überprüft werden. Der Test wird aber normalerweise im gewohnten Umfeld des Tieres durchgeführt. Außergewöhnliche Situationen lassen sich nicht testen. Die meisten Situationen lassen sich nicht überprüfen. Deshalb ist ein Wesenstest ein guter Anhaltspunkt auf bestimmte Probleme, an denen man dann arbeiten kann. Ein Wesenstest ist keine Garantie. Bei keinem Hund. Man muss realistisch sein.
Viele Verhaltensforscher, einer von ihnen ist der recht bekannte Österreicher Kurt Kotrschal, weisen in aller Deutlichkeit immer wieder darauf hin, dass angezüchtete Merkmale nie zu 100% durch Erziehung kontrolliert werden können. Der Mensch ist bei unerwünschten Vorfällen dann insofern daran schuld, dass er Hunde mit diesen ausgeprägten Eigenschaften züchtet und sie als Familienhund hält. Nicht aber, weil er nicht ausreichend konsequent war, oder gar den Hund bewusst scharf gemacht hat. Wenn ein Mensch mit seinem Listenhund sich zusammen mit dem Hund ausbilden lässt, wenn er konsequent erzieht und sozialisiert, dann hat er alles richtig gemacht. Es wird trotzdem weiterhin häufiger zu Beißvorfällen bei Wach- oder Kampfhunden kommen, als z.B.  bei Apportierhunden. Das ist mit Menschen nicht anders. Ein Kind mit überdurchschnittlich hohem Bewegungsdrang wird in der Schule immer störend auffallen, weil es nicht ruhig sitzen kann. Man wird es dazu erziehen, sich ruhig zu verhalten und im Unterricht nicht zu stören. Der Bewegungsdrang ist aber weiterhin da. Wenn das Kind trotz aller Bemühungen, Bewegungsausgleich, Verhaltenstherapie wieder aufspringt und zappelt: Sind die Eltern schuld, oder nicht doch der starke Bewegungsdrang?

 

 

Cc: Kann man also festhalten: Listenhunde sind wegen der Zucht also potentiell gefährlicher als die anderen Hunde.

 

Hartmut: Der Anlage entsprechend: ja. Ich wiederhole aber, dass das nicht gleichbedeutend damit ist, dass jeder Listenhund eine Waffe ist. Das heißt, dass in Listenhunden die Anlage zu unerwünschtem und aggressivem Verhalten deutlich ausgeprägt ist. Es wäre in der Zucht einiges schief gelaufen, wenn diese Hunde nicht ein höheres Potential zu Wachsamkeit und Kampfbereitschaft hätten.

 

 

Cc: Die Hunde stehen jetzt auf der Liste. Bleiben sie da? Wie sieht das in Zukunft aus?

 

Hartmut: Änderungen jederzeit möglich. Und was heißt schon, sie stehen auf der Liste?  In vielen Ländern gibt es keine Liste. In Deutschland gibt es in jedem Bundesland andere Regeln oder auch überhaupt keine Listen. Zudem sind die Listen nicht statisch. Hunde die auf der Liste sind, können davon entfernt werden, wenn sie nicht mehr durch signifikant erhöhte Beißbereitschaft auffallen. Das ist schon passiert. Andererseits können Hunde freilich auch aufgenommen werden. In Deutschland läuft eine Rasse gerade Gefahr, als gefährlich eingestuft und in die Liste aufgenommen zu werden. Oh, jetzt versteh ich, (lacht), wahrscheinlich ist das wieder so eine Rasse, die nur von unfähigen Menschen gekauft wird. Ja, klingt logisch. Wie kann es anders sein?  Immerhin sind alle Hunde gleich nett. Ja-ja, du mich auch… (lacht)

 

 

Cc: Ich muss jetzt nochmal fragen, damit es für jeden klar ist: Wenn also Schutzinstinkt und Kampfbereitschaft und solche Sachen genetisch sind, kommen dann doch einige Hunde bereits böse zur Welt?

 

Hartmut: Nein. Ein Hund kommt einfach nur als Welpe mit verschiedenen Anlagen zur Welt. Wie er sich entwickelt, ist von vielen Faktoren abhängig. Darüber haben wir bereits gesprochen. Böse ist überhaupt ein völlig falsches Wort in dem Zusammenhang. Selbst wenn ein Hund sich so entwickelt, dass wir das als böse empfinden, ist er nicht böse. Ist es böse, wenn ein Arzt einem Patienten eine Spritze gibt? Immerhin: Er verletzt den Menschen. Ist es böse, wenn ein Schutzhund seinen Halter vor einer tatsächlichen oder vermeintlichen Gefahr beschützt? Wohl kaum. Der Hund tut nur das, wodurch er durch seine Anlagen geprägt ist. Für einen anderen Hund oder einen anderen Menschen ist der Schutzhund in der Situation eine Gefahr. Aber der Hund war nicht böse. Der Hund hat das gemacht, wofür er gezüchtet wurde und was in seinen Genen ist oder wozu er trainiert und ausgebildet wurde. Oder was sich in ihm im Laufe seines Lebens geprägt hat. Das gilt für alle Hunde.

 

 

Cc: Du hast Wesenstests durchgeführt und Hundeführerscheine erteilt oder auch nicht. Gibt es da irgendwelche schräge Geschichten mit schrägen Vögeln?

 

Hartmut: Ja natürlich, wo gibt es die nicht? Für mich persönlich unvergessen ist ein Mann in den 40ern, der geplant hat, einen Listenhund zu halten. Vorher hat er mit mir darüber sprechen wollen, wie er seine Familie vor Attacken des Hundes schützen kann. Das ist natürlich immer ein Ausschlusskriterium für das Halten eines solchen Hundes. Wenn ich vorher schon Angst habe, dass meiner Familie Gefahr droht, wenn ich mir einen Listenhund holen, wie soll ich dann einen Hund konsequent erziehen? Die Leute haben Angst bevor der Hund da ist. Bei der Erziehung bellt er dann mal, oder zeigt die Zähne und dann ist die Unsicherheit groß. In so einem Umfeld kann kein Hund ein stabiles Wesen entwickeln.

 

 

Cc: Warum halten Menschen Hunde die auf der Rasseliste stehen?

 

Hartmut: Ich habe das immer wieder gefragt und die Antworten kann man an einer Hand abzählen. Es gibt Leute, die seit Jahren oder Jahrzehnten eine bestimmte Rasse halten oder sogar vermehren – das ist abhängig vom Land nicht immer möglich. Es gibt halt Fans einer Rasse. So wie jemand immer einen Schäferhund kauft, kauft jemand anderes eben seinen Lieblingshund, der auf der Liste steht. Manche Leute, aber eher wenige, geben ein vermeintliches Gefahrenpotential in ihrem Umfeld an. Das sind Ausnahmen. Und natürlich kaufen sich Leute einen Listenhund, weil sie ihm einen Job geben wollen. Der Hund soll über Hab und Gut wachen oder eine Herde hüten und vor Wölfen beschützen. Auch das sind eher wenige Leute. Die meisten Leute halten also einen Listenhund unter völlig falschen Gesichtspunkten.

 

 

Cc: Bist du ein Verfechter der Rasseliste?

 

Hartmut: Nein! Nein, überhaupt nicht. Die Rasseliste hat zwar dazu geführt, dass weniger Menschen Hunde aus der Liste halten und dass es mehr Prüfverfahren gibt, die dafür sorgen, dass das Verantwortungsbewusstsein beim Halter vorhanden ist. Das ist aber Herumoperieren an Symptomen. Da sind keine Probleme mit gelöst worden.

 

 

Cc: Die da wären?

 

Hartmut: Dass Menschen Arbeits- und Schutzhunde halten, ohne deren Anspruch auf Arbeits- und Schutzwillen gerecht werden zu können.

 

 

Cc: Was ist aus deiner Sicht die Lösung?

 

Hartmut: Es gibt viele Ansätze. Der erste ist sicherlich, dass Personen nur solche Hunde halten, deren Anspruch sie gerecht werden können. Angezüchtete Verhaltensweisen durch Erziehung zu unterdrücken und zu unterbinden ist etwas anderes, als gerecht werden. Jagdhunde sollen jagen dürfen - muss ja kein Wild sein, es reichen entsprechende Trainingsmittel. Schutzhunde sollen dort zum Einsatz kommen, wo es etwas zu schützen gibt. Und Kampfhunde braucht kein Mensch mehr. Züchtet sie auf Sanftmut und verlasst den Anspruch, alte Rassen nicht verändern zu wollen. Etwas, was ich oft von Fans der Rassen höre: Man darf die Rassen nicht verändern. Wieso nicht? Wenn man kindliche Hundegesichter an seinen Hunden will, kann man die Rassen sogar so verändern, dass Qualzuchten entstehen. Aber wenn man da tolle Hunde hat und einfach nur will, dass das Aggressionspotential durch Zucht unterbunden wird, dann ist das unerwünscht, weil das dann nicht mehr der gleiche Hund ist? Das sind für mich keine Argumente. Wir haben heute kaum mehr Höfe, die einsam am Waldrand liegen und die die Haltung solcher Hunde rechtfertigen. Die können ja gar nicht ausleben, was in ihnen steckt.  

Wichtig und absolute Voraussetzung dafür ist das Wissen über solche Fakten. Deshalb bringt es niemanden weiter, wenn Fachleute so tun, als gäbe es keinen Zusammenhang zwischen Rasse und erhöhter Zahl an Beißvorfällen. Wir müssen über Rassen und deren Ansprüche und mitgebrachten Problemen ehrlich, ich sage ehrlich reden. Das ist so nötig. Das ist glaub ich, das Drängenste momentan. Denn es ist ja auch so, dass ich oft dann höre: Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich mir keinen solchen Hund genommen. Ha, da fällt mir ein: Da hat mir letzte Woche jemand ein Rasseportrait von einem Listenhund gezeigt. So eine Seite aus dem Internet, wo Rassen beschrieben sind. Da war dieser Hund als unglaublich freundlicher, stets gut gelaunter Hund beschrieben. Da habe ich dann hingeschrieben und bekam zur Antwort, moment ich les das schnell vor... "Natürlich muss ein jeder Halter eines Listenhundes sich darüber im Klaren sein, dass unerwünschte Verhaltensweisen beim Listenhund in gehäufter Form auftreten können. Es ist nicht unsere Aufgabe, über alle bevorstehenden Probleme aufzuklären." Na super, passt doch. Alle Hunde sind gleich nett, aber über bevorstehende Probleme muss man sich anderswo informieren. Sowas gehört verboten. Also solche Seiten, wo  nur die Nettigkeiten von Hunden aufgezählt werden.

 

Zudem bin ich für eine verpflichtende Erfassung aller Hunde, einer verpflichtenden Ausbildung aller Hunde bei einer guten Hundeschule. Ich bin für einen verpflichtenden Hundeführerschein. Und ich bin dafür, dass jemand, der in einer kleinen Bude lebt und den ganzen Tag in der Arbeit ist, überhaupt keinen Hund haben darf – es sei denn natürlich, man kann sicherstellen, dass der Hund tagsüber ausreichend ausgelastet und betreut wird.

 

Ja, gerade jetzt nach dem Gespräch mit dir find ich es also wichtig: Wir brauchen Hundeausbilder, die damit aufhören zu sagen, dass immer der Mensch die Schuld trägt, wenn es zu einem unerwünschten Verhalten durch den Hund kommt. Wenn ein nicht überzüchteter Hund einer sanftmütigen Rasse einen Angriff startet, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der Halter verantwortlich. Nicht aber, wenn wir es nicht schaffen, prägende Merkmale nicht dauerhaft zu unterdrücken. Wir brauchen Hundeausbilder, die auf die Genetik eingehen und darauf, wie die unterschiedlichen Bedürfnisse unterschiedlicher Rassen aussehen, welche Probleme die Genetik bringen kann, die man durch Erziehung nicht auslöschen kann. Der Mensch ist schuld. Das ist zu einfach. Das bedeutet: Ich habe hier einen Hund, alles läuft super, weil ich alles richtig mache. Und beim nächsten Hund läuft dann alles aus dem Ruder und der Mensch ist völlig überrascht, hat er doch wieder alles richtig gemacht.
Wir brauchen viel mehr Wissen und Aufklärung über Rassen vor dem Hundekauf. Vorher! Über alle Rassen! Definitiv. Und niemand darf einen hart auf Schärfe gezüchteten Schutzhund halten, wenn er nicht eine wirkliche Aufgabe für diesen Hund hat.
Der Kauf von Hunden aus dem Ausland muss richtig hart reglementiert werden. Noch immer kann man Hunde per Internet aus den Ländern im Osten bestellen. Eine meiner letzten Amtshandlungen, bevor ich aus dem Dienst ausgeschieden bin, war die Beschlagnahmung eines in Deutschland verbotenen Hundes. Der Welpe, der in einer Styroporkiste durch einen Transportservice aus Polen geliefert wurde, war völlig fertig. Nachbarn hatten gemeldet, dass eine Transportkiste vor die Tür des Nachbarn gestellt wurde, aus der laute Schreie kämen. Was soll aus so einem Hund werden? Man kauft Rassehunde nur bei seriösen Züchtern. Das muss durch den Gesetzgeber sichergestellt werden. Es darf keine Versandhunde geben und auch keine Hunde die auf dem Rastplatz aus dem Kofferraum heraus verkauft werden. Die Strafen für sowas müssen drakonisch werden.  Nicht nur für den Verkäufer, sondern auch für den Käufer. Für Käufer ist das mancherorts eine Ordnungswidrigkeit. Mehr nicht. Wir sollten vielmehr darauf achten, was der Hund braucht und damit aufhören, das zu holen, was uns gefällt. Das wäre deutlich sinnvoller als eine Rasseliste.

 

 

Cc: Hast du noch was zu sagen, was bisher nicht angesprochen wurde?

 

Hartmut: Ich beantworte hier nur Fragen. (lacht)

 

Cc: Ich habe keine mehr.

 

Hartmut: Dann sprechen wir jetzt privat weiter, denn ich werde dich ja einladen, wie eingangs besprochen.

PS: Das Gespräch war deutlich länger. Ich habe der Lesbarkeit wegen einige Fragen und Erläuterungen herausgenommen, die mehr allgemein auf Hunde bezogen waren und nicht so sehr das Thema betrafen.

 

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