SecondFace und Wishful Things

 

Upcycling - reparieren - verschönern -

Hobbyimkerei - Perlenkunst

__________

 

Infos im Blog


Wishful Things im Shop

______________________________



Wir reparieren oder geben Dingen einen neuen Sinn! Dadurch werden Ressourcen gespart und die Natur geschont. Fast immer geht es dabei um Kleidung. Wir re-aktivieren aber auch andere kleine Gegenstände.
HELFT MIT!
Postwachstumökonomie statt zerstörerischem Wirtschaftswachstum
Wiederverwendung statt Wegwerfwahn

Natur und Umwelt schonen, statt zerstören für die Geldgier
Nachhaltigkeit statt Geiz-ist-geil-Mentalität

 

 

 

 

Hallo! Schön dass du hier bist.

Genieße die Zeit, die du auf unseren Seiten verbringst.
Fast alle Dinge, die du im Shop findest, sollten weggeworfen werden. Stattdessen wurden sie repariert und somit wieder nutzbar gemacht. Oder sie haben einen neuen Zweck und Lebensinhalt bekommen und werden somit auch weiterhin genutzt.
Nachhaltigkeit in seiner schönsten Form...


Blog-News

Imkerwissen - ihr arbeitet mit Lebewesen!

"Wer es schafft, dass seine Bienen den Winter überleben und im Sommer Honig geben, ist noch lange kein guter Imker. Ein Imker der versteht, was im Volk passiert, ist ein guter Imker."

Ich habe mich wirklich reingehängt, um zu lernen, woran ich erkenne, was im Volk los ist. Mir war von Anfang an klar, dass ich nicht nicht nur wissen will, wann Schwarmzeit ist, wann ich Varroabehandlung mache und wann ich Honig ernten kann. Ich wollte mehr. Ich wollte Verständnis über das Lebewesen Biene, und über den Superorganismus "der Bien" - wie Imker oft das Volk bezeichnen. Eigentlich sollte das oberste Pflicht sein.
Ich habe ein ganzes Jahr mitgeimkert, bevor ich eigene Bienen angeschafft habe. Dann habe ich Kurse belegt und mich vernetzt. Es gibt ein wirklich tolles Netzwerk in unserem Umfeld. Imker mit jahrzehntelanger Erfahrung, die ihr unschätzbares Wissen gerne weitergeben, sind die tragenden Säulen. Ich habe auch die Königinnenzucht bei einem echten Profi gelernt. Und das Wichtigste: Ich lerne nie aus. Ständig erwerbe ich neues Wissen, es gibt neue Erkenntnisse, man entwickelt sich nach vorne. Um Wissen überhaupt aufbauen zu können, benötigt man aber erst einmal Grundwissen.

Von Anfang an dachte ich, dass so ein Ablauf in den Start der Imkerei völlig logisch sei und dass es keine Alternatvie dazu gibt, sich Wissen anzueignet, BEVOR man mit der Bienenhaltung beginnt. Doch ich habe mich gehörig getäuscht. Eine Imkerschwemme ist unterwegs. Egal wo man hinschaut: Immer mehr Leute stellen sich einen Bienenstock in den Garten. Nicht immer, aber leider viel zu oft sind das Leute, die kein Wissen, oder ebenso gefährliches Halbwissen haben.  Bei einem Treffen von Imkerinnen und Imkern vor einigen Wochen wurde gar von einer Krankheit gesprochen und dass man diese Flut eindämmen müsse. Inzwischen gibt es sogar ein Start Up von einigen Studenten, die allen Ernstes behaupten, sie hätten eine Bienenbehausung entwickelt, die es jedem Ermöglicht, ohne Wissen Bienen zu halten und das sogar ohne Kontakt zu den Bienen. Solche Aussgen entsetzen mich zutiefst, denn sie werden weder der Sache noch den Lebewesen, mit denen man doch arbeitet, gerecht.

 

Die Imkerei ist ein tolles Hobby, das jedem vergönnt sein soll. Dieses Hobby ist ganz sicher nicht das Problem. Wir haben bei diesem neuen Imkertrend genau zwei Probleme:

1. Neuimker die nichts zum Thema lernen wollen, oder  allenfalls nur rein technische Abläufe verinnerlichen. Das reicht nicht! Siehe oben. Auch dann nicht, wenn man ja nur für die Natur einen Bienenstock hinstellen will.


2. Ein weiteres, sehr gefährliches Problem ist, dass (zumindest hier im Umfeld) einige Selbstdarsteller die, selbst wenn sie selbst noch die absoluten Anfänger sind, Kurse anbieten. Jemand der mit einen Kurs besuchen will, um sich Wissen anzueignen, kann aber nicht wissen, dass ihm dort nur halbes Wissen oder gar, wie wir es leider auch gesehen haben, völliger Schwachsinn vermittelt wird.

Der Grund für beide Probleme ist allzu oft die Grüne Welle und die Bienenschüter-Welle. Man will sich als Natur- und Artenschützer profilieren und auf dem Zug mitfahren. Mal abgesehen davon, dass die Honigbiene nicht vom Aussterben bedroht ist, gefährdet solch ein Verhalten unter Umständen die Bienen mehr, als es ihnen nutzt.


Ich glaube, es ist euch allen klar, ich will es aber nochmal sagen: lernwillige Jungimker mit Engangement sind hier nicht gemeint. Wir haben auch dieses Jahr wieder einige dieser jungen Imker herzlich in unseren Kreisen aufgenommen. Das ist eine tolle Sache und wir vermitteln sie gerne an echte Könner und Wissende weiter, wo sie von der Pieke aufwärts alles lernen können, weil ihnen von Anfang an solides Grundwissen vermittelt wird.

 

In diesem Statement gemeint sind Imker, die null Bock auf lernen habe und die Notwendigkeit nicht sehen. Gemeint sind auch die, die teilweise schon einige Jahre imkern und dennoch nicht mal das haben, was man Grundwissen nennt, weil sie die falsche Ausbildung haben.

Bei einem kürzlich abgehaltenen Treffen von Imkern und Imkerinnen, wurden derartige Fälle zur Sprache gebracht und unsere Schriftführerin hat sie alle aufgezeichnet. Mit freundlicher Genehmigung von den Damem und Herren Imkern führe ich diese Beispiele hier auf und sage ein paar Worte dazu. Diese Beispiele sind alle hier im Umfeld von ca. 40 km passiert. Es waren Imkerinnen und Imker beteiligt. Ich möchte diese erschreckenden Beispiele hier deshalb aufführen, damit Anfänger erkennen können, wie schwer es ist, wenn man ohne oder mit viel zu wenig Kenntnissen Bienen halten will. Bienen sind nicht einfach Insekten in einem Kasten, die das mit ihrem Leben schon irgendwie regeln werden. Man benötigt WISSEN, wenn man imkeren möchte.

 

 

Die aufgezählten Fälle zeigen Fälle von erschreckendem  Nichtwissen. Sie sind nur in der vergangenen Imkersaison gesammelt! Diese unten aufgeführten Beispiele sollen  zeigen, wie wichtig Wissen ist! Bitte: Wenn ihr imkern wollte, eignet euch dieses Wissen an, damit ihr keinen Schaden anrichtet. Ihr arbeitet mit Lebewesen!

 

Wegen des tendenziell um sich greifenden Trends der Selbstdarsteller achtet ganz besonders auch darauf WO ihr eurer Wissen erwerbt: Achtet auf alte, etablierte Vereine mit langjährigen Mitgliedern oder Imkerschulen mit Fachkräften.

Seid vorsichtig, wenn junge Imkervereinigungen sich selbst als "Profis" oder "Flüsterer" bezeichnen. Ich kenne nur drei solche Vereine, die einen Bienenflüsterer beschäftigen. Alle sind eine Katastrophe. Ich möchte das keinesfalls verallgemeinern und behaupten, Vereine mit den Worten Flüsterer oder Profis seien prinzipiell schlecht. Ich plädiere lediglich für eine Ausbildung bei bewährten Vereinen und Ausbildern, statt bei Vereinen voller Jungimker. Nicht wenige der unten genannten Imker haben ihr Nichtwissen von derartigen selbsternannten Profis erworben und geben es jetzt weiter! Zusätzlich ist es eine echte Tragödie, dass jeder Kurse anbieten darf und dass immer mehr dies tun, um sich selbst darstellen zu können. Hier gibt es Imker/innen, die erst zwei Jahre imkern und dennoch in den sozialen Medien anbieten, Anfängern beim Einstieg zu helfen. Das ist unseriös und darüber hinaus meines Erachtens eine Form von Größenwahn, gerade bei einem derart komplexen Thema, wie der Imkerei! Fragt deshalb bei alten, erfahrenen Imkern, wo ihr lernen könnt. Sie helfen euch gerne. Sie kennen die echten Profis, die euch ihr Wissen vermitteln. Bevor ihr zu imkern beginnt, ist der erste Schritt, einen seriösen Verein, eine seriöse Schule, seriöse Hilfe zu finden.


Ein unerschöpflicher Brunnen an Wissen sind erfahrene Imker. Nach meinem Lehrjahr und anschließenden Kursen habe ich wirklich viel gelernt. Aber die Details, das feine Wissen, das erfrage ich mir bei den ECHTEN Profis: bei Imkern die seit Jahrzehnten imkern, teilweise länger als ich lebe und oft schon in zweiter, dritter oder vierter Generation. Der Blick mit dem Profi ins Volk ist unbezahlbar und durch nichts zu ersetzen!

Also: Lasst euch nicht von Selbstdarstellern über den Tisch ziehen! Sonst kommt am Ende Mist raus, so wie hier:

mehr lesen 22 Kommentare